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Kulturwandel ist kein Begleitfaktor. Er ist die Voraussetzung.

  • Autorenbild: Claus Fesel
    Claus Fesel
  • 20. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

Viele Unternehmen investieren seit Jahren in Nachhaltigkeitsprogramme und digitale Infrastruktur — und trotzdem bleibt der erhoffte Wandel aus. Leitbilder mit schönen Worten, Tools, die kaum genutzt werden, Berichte, die niemand liest.


Woran liegt das?


Ein lesenswerter Fachartikel in der zfo (02/2026) von Stefan C. Aykut., Laura Marie Edinger-Schons, Nale Lehmann-Willenbrock und Caroline Ruiner bringt es auf einen klaren Begriff:


Organisationskultur ist der „Missing Link" zwischen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.


Die Autorinnen und der Autor beschreiben, was sie die Triple Transformation nennen — das Zusammenspiel von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und kulturellem Wandel. Alle drei Elemente können sich gegenseitig verstärken.


Oder sich gegenseitig blockieren.


Was mich an ihrem Ansatz überzeugt: Sie denken Transformation auf drei Ebenen.


Auf einer gesellschaftliche Ebene geht es um Narrative — wie „Netto-Null" oder „KI-Revolution" — die Unternehmen nicht einfach übernehmen, sondern aktiv übersetzen müssen.


Auf der Organisationsebene entscheidet sich, ob Purpose glaubwürdig mit Stakeholder-Dialog und echten Beteiligungsmechanismen verbunden wird — oder ob es bei Symbolpolitik bleibt.


Und auf der Mitarbeitendenebene, in Meetings und Führungsinteraktionen, wird Kultur täglich entweder eingeübt oder blockiert.


Besonders deutlich ist der Hinweis zur Führungsrolle:


Change Agents, die Appelle und Ermahnungen aussprechen, erzeugen oft mehr Widerstand als Bereitschaft — ohne es zu wollen.


Wer hingegen Fragen stellt, Autonomie wahrt und Partizipation ermöglicht, schafft Ownership.


Genau an diesem Punkt setze ich in meiner Coaching-Arbeit mit Führungskräften an — weil sich diese Muster im Gespräch erkennen und verändern lassen. 🎯


Den vollständigen Artikel empfehle ich allen, die Kulturwandel nicht als Soft-Faktor betrachten, sondern als das verstehen, was er ist: harte strategische Arbeit.


Was ist eure Erfahrung — wo scheitert Transformation in euren Organisationen zuerst? An der Strategie, den Tools oder den Menschen?

 
 
 

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