Claus Fesel

Bürgermeister für Oberasbach

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© 2020 by Claus Fesel

Frisches Denken - neues Handeln. Mit Herz und Verstand für Oberasbach

Aktualisiert: März 7



Foto: Thomas Müller


Am 4.3 fand eine Podiumsdiskussion mit allen Kandidat*innen für das Amt des Bürgermeisters für Oberasbach statt. Für alle die nicht dabei sein konnten - hier ein wrap up meiner Antworten auf die Fragen.


Warum kandidieren Sie ?Ich kandidiere als Bürgermeister, weil wir in einer Stadt leben, die mit grünen gemeinsam entwickelten Ideen noch besser werden kann. Eine Stadt, in der alle gut und gerne leben. Eine Stadt, die Heimat ist und in Zukunft klare Ziele hat. Eine Stadt, die als Gemeinschaft ihre Aufgaben und Chancen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt. Eine Stadt, die die Summe aller Ortsteile und mehr ist. Eine Stadt, in der Wohnen, Wirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit großgeschrieben werden. Eine Stadt, die das ehrenamtliche Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger erkennt und wertschätzt.


Wo kommen Sie her?

Ich wurde 1962 in Hamburg geboren und bin verheiratet. Ich lebe seit 32 Jahren in Mittelfranken und mit meiner Ehefrau seit vielen Jahren in Oberasbach. Meine politische Heimat hab ich seit mehr als 25 Jahren bei den Grünen und war bereits zehn Jahre Kreisvorsitzender der Grünen im Nürnberger Land, kenne mich also mit Kommunalpolitik aus. Beruflich bin ich als leitender Angestellter für den Bereich Marketing und Veranstaltungen bei einem Nürnberger IT-Unternehmen verantwortlich. Dort arbeite ich bereits seit 32 Jahren, davon 28 Jahre als Führungskraft.


Was macht Sie aus ?

Ein großer Teil meiner Persönlichkeit wird geprägt und prägt meinen Beruf. Hier gilt mein Engagement und meiner Expertise fachlich dem Bereich Marketing und persönlich dem Thema Führung. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Frau und unserem Hund. Gerne draußen im Grünen beim Wandern, Mountainbiken und Golf. Ich schätze Literatur und Theater und Kochen und Essen im Sinne von Slow Food. Ich engagiere mich im Förderverein des Theaters Nürnberg, der Staatsphiharmonie, im Alpenverein, im deutschen Bundesverband Coaching und für Slow Food Deutschland.


Wie wollen Sie zukünftig die Informationen über wichtige Planungen und Entscheidungen für die Bürger verbessern?

Transparentes Handeln und Bürgerbeteiligung - Worum geht es? Was ist geplant? Was wurde bereits beschlossen? Wie geht es weiter? Transparentes Handeln und Bürgerbeteiligung von Anfang an, das sind urgrüne Werte und auch mir persönlich besonders wichtig. Transparenz und Offenheit sollen die Kommunikation der Stadt mit den Bürgerinnen und Bürgern prägen damit immer alle Interessen bei Entscheidungen berücksichtigt werden.

Eine Bürgerversammlung im Jahr mit und als Frontalunterricht kann das nicht erreichen und ist zu wenig.


Was sind deshalb meine Vorstellung wie das umzusetzen ist in meiner Arbeit als Bürgermeister für Oberasbach ?


  • Ausbau und Pflege des noch neuen Bürgerinformationssystems auf den Seiten der Stadt Oberasbach: Sitzungsunterlagen und Protokolle (Stadtrat, Ausschüsse, Arbeitskreise, Bürgerversammlungen) soweit keine gesetzlichen Vorschriften dagegen stehen öffentlich machen.

  • Transparenz bei Entscheidungsprozessen

  • Veröffentlichung von Daten und Planungsunterlagen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten

  • Ausbau des “Digitalen Rathauses” um Behördengänge überflüssig zu machen oder besser vorzubereiten

  • Beteiligung der Bürger und Gewerbetreibenden von Anfang an, insbesondere bei baulichen Maßnahmen, ggf. durch Ortsbegehungen

  • Bürgerversammlungen, -werkstätten und -befragungen (auch digital) zu wichtigen Themen der Stadt- und Ortsentwicklung

  • Bürgerbüro und Vereinsservice als zentrale Anlaufstelle

  • Sprechstunde des Bürgermeisters (persönlich, telefonisch, im Web), vor Ort in den Ortsteilen


Wie gedenken Sie die 2015 vereinbarten Ziele für Klimaschutz/Umweltschutz in der Stadt zu erfüllen?

Den Beschluss zum Klimavorbehalt und zur Klimaneutralität bis 2050 ist mit Leben füllen und vielleicht erreichen wir dann - wie Österreich es sich vorgnommen hat - die Klimaneutralität auch schon vor 2050.


Dazu werde ich als Bürgermeister folgende Punkte aufgreifen:

  • Entsiegelung nicht mehr benötigter Flächen

  • Ökologische Bewirtschaftung von “eh-da”-Flächen, z.B. als Blühwiesen zur Stärkung der Biodiversität

  • Vernetzung von Blühwiesen

  • Entwicklung eines Konzeptes für einen Stadtpark

  • Einsatz heimischer und resistenter (an die Klimaveränderung angepasster) Pflanzen und Gehölze auf öffentlichen Flächen

  • Pflanzung von Obstbäumen zur Öffentlichen Nutzung (“Naschgarten”)

  • Nachhaltigkeit in der kommunalen Beschaffung wie vom Stadtrat beschlossen weiter ausbauen

  • Bildungsarbeit in den Bereichen Nachhaltigkeit und Fairer Handel stärken, z.B. durch die Volkshochschule

  • bei kommunalen Bauvorhaben verstärkt nachhaltige und recyclingfähige Bau- und Dämmstoffe einsetzen, z.B. Holzbauweise

  • Elektrofahrzeuge im kommunalen Fuhrpark einsetzen, insbesondere bei Kleinfahrzeugen und PKW

  • Gemeinsam - Stadtverwaltung, Gewerbetreibende und Bürger - entwickeln wir Ideen für kommunale Projekte zum Klimaausgleich!

  • Und zu allen Punkten der nachhaltigen Stadtverwaltung gehört - ich würde gern ein vernetztes Denken und Handeln fördern und die Zusammenarbeit zwischen Oberasbach und den Nachbarkommunen stärken. So wir das heute schon zum Beispiel mit Rosstal und Zirndorf tun.


Wie wichtig ist für Sie das bisher sehr bewerte Quartiersmanagement?

Renate Schwarz ist zu einer Institution geworden. Unter dem Motto "Älter werden – Wohnen bleiben in Oberasbach" unterstützt das von der Diakonie Fürth mitgetragene Quartiersmanagement der Stadt Senioren, die auch im Alter in ihrem gewohnten und vertrauten Lebensraum bleiben möchten.

Wichtige Bestandteile der Arbeit des Quartiersmanagements sind die Förderung von sozialen Treffpunkten sowie vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote für ältere Menschen, deren Angehörige und interessierte Bürger. So informiert das Quartiersmanagement zu Themen wie Wohnformen im Alter, häuslicher Versorgung mit ambulanten Hilfen, Vorsorgevollmachten, Freizeitgestaltung, Wohnraumanpassung und vielen anderen wichtigen Aspekten des Älterwerdens. Repair Cafe, Taschengeldbörse, gemeinsam Kochen. Und gleichzeitig sorgt es damit für die Verbindung von jung und alt und eine nachbarschaftliche Hilfe von Mensch zu Mensch in Stadt. Mit dem Quartiersmanagement mit Renate Schwarz freu ich mich auf mein alt werden in Oberasbach.


Wie gedenken Sie Planungen zu Betreutes Wohnen, MehrgenerationenHaus und Sozialwohnungen in unserer Stadt umzusetzen?

Betreutes Wohnen ist keine originäre Aufgabe der Daseinsvorsorge der Kommune. Und trotzdem habe ich das Thema im Blick. Denn ich möchte den Menschen ermöglichen in Oberasbach alt zu werden und auch in ihrer Stadt zu bleiben, wenn Betreuung gebraucht wird. Ob nun in betreuten Wohngruppen oder mit Einrichtungen die das Leben als Senior*in in Oberasbach mit verschiedenen Betreuungsangeboten unterstützt. Dazu initiiere ich Gespräche mit den Sozialverbänden und potentiellen Betreibern.

Sozialwohnungen sind in der Plauener Straße im Bau und die in Unterasbach werden gerade saniert. das Thema bleibt auf der Agenda wenn geeignete Flächen zur Verfügung stehen.


Was halten Sie von Bürger-Initiativen bei wichtigen Entscheidungen?

Viel von Initiativen und Beteiligung der Bürger, wenig von Gruppen und Initiativen die Partikularinteressen verfolgen. Warum entstehen BI´s ? Das soll überflüssig sein, wenn wir die Einbindung der Bürger richtig leben. Und Bürger nicht am Ende eines Prozesses oder Entscheidung Initiativ werden (müssen), sondern von Anfang an eingebunden sind. Das soll Bürgerinitiativen überflüssig machen.

Und Bürger sollen Ihre Interessen einbringen in dem sie sich bei den im Stadtrat vertretenen demokratischen Parteien engagieren. denn der Stadtrat hat in seiner Gesamtheit immer das Gemeinwohl der Stadt im Blick.


Was gedenken Sie zu tun für die Attraktivität und Belebung unseres Ortszentrums?

Die Stadt sorgt über die Bürgerbüros, die VHS und Bibliothek für eine erhöte Frequenz. Ich würde mich weiter mit dem Stadtrat darum bemühen die sogenannten “Ergänzungsbauten” auf der Festwiese weiter zu verfolgen. Ein enger Dialog mit den gewerbetreibenden im Rahmen eines runden Tisches soll neue Idee generieren.


Was ist ihr wichtigstes Ziel als Bürgermeister?

Frisches Denken - neues Handeln. Mit Herz und Verstand für Oberasbach

Gestalten statt verwalten - Transparenz - Klimaneutralität - Verkehr

Die Arbeit an einer gemeinsamen Identität. Ein Bild und Verständnis von Oberasbach entwickeln, dass die Summe seiner Ortsteile und mehr ist. Ein Mittel dazu ist die Weiterentwicklung der Bürgerversammlungen von reinen Informationsveranstaltungen hin zu dialogorientierten Formaten 4 Mal im Jahr in den Ortsteilen. Transparenz und Offenheit prägen die Kommunikation der Organe der Stadt mit den Bürgerinnen und Bürgern. Und ich intensiviere die Arbeit an der Klimaneutralität von Oberasbach. Dazu gehört der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs - jede Bahn ein Bus - und Maßnahmen die dem Fußgänger- und Radverkehr Vorrang einräumt. Ergänzend würde ich eine Voruntersuchung einleiten wie man den Bürgerinnen, Bürgern und Gewerbetreibenden ermöglichen kann Ihre Klimaneutralität zu fördern zum Beispiel durch freiwillige Ausgleichsabgaben die in Projekte in Oberasbach - zum Beispiel Stadtpark - investiert werden.

In Summe eine ökologisch und ökonomische Fortschreibung des nun fast schon 10 Jahren alten Stadtentwicklungskonzeptes.




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